Das NIT ist Netzwerkpartner im deutsch-dänischen Interreg-Projekt „Nurturing Nature“ (NuNa). Schleswig-Holstein und Dänemark sind attraktive Tourismusregionen, denen es gelingt, immer mehr Gäste für sich zu gewinnen. Um sicherzustellen, dass diese Entwicklung keine negativen Auswirkungen auf Natur, Kultur und lokale Gemeinschaften hat, werden neue Ansätze in der Tourismusentwicklung diskutiert.
Hier knüpft NuNa an: Das Projekt verfolgt über einen Zeitraum von drei Jahren das Ziel, einen regenerativen Wandel im Tourismus anzustoßen. Das Projektgebiet erstreckt sich von Südfünen in Dänemark bis zur schleswig-holsteinischen Ostseeküste. NuNa soll dazu beitragen, die Region zu einer vorbildlichen, nachhaltigeren Tourismusdestination weiterzuentwickelt, die sowohl für Einheimische als auch für Gäste auch in Zukunft attraktiv bleibt.
Im Mittelpunkt von NuNa steht nicht nur die Verringerung negativer Auswirkungen des Tourismus, sondern die aktive Schaffung positiver Effekte für Region, Umwelt und Gesellschaft. Der regenerative Ansatz bedeutet, dass Besuchende und Einheimische gemeinsam Verantwortung übernehmen und aktiv zum Schutz sowie zur Wiederherstellung von Natur und Kultur in ihrer (Urlaubs-)Region beitragen und so einen echten Mehrwert schaffen.
Konkret sieht das Projekt vor, regionale KoordinatorInnen im Projektgebiet durch Co-Kreationsworkshops auszubilden, mindestens zwölf regenerative Tourismusangebote in lokalen Gemeinden auf beiden Seiten der Grenze zu entwickeln, einen neuen Marketingansatz mit Schwerpunkt auf verantwortungsbewusstem Tourismus zu gestalten und damit langfristig Lebensqualität, Attraktivität und nachhaltiges Wachstum in der Region zu fördern. Im Rahmen des Interreg-Projekts und im Auftrag der Projektpartner Ostsee-Holstein-Tourismus e. V. (OHT) und Destination Fyn (DEF) führt das NIT eine Zielgruppenanalyse durch. Die Zielgruppenanalyse soll datengestützt die strategische Entwicklung und Kommunikation regenerativer Tourismusangebote in der grenzüberschreitenden Projektregion unterstützen. Die Analyse baut dabei auf bestehende Studien zum regenerativen und nachhaltigen Tourismus sowie auf Daten zu deutschen und dänischen Reisenden auf. Ziel ist es, jene touristischen Zielgruppen zu identifizieren und zu beschreiben, die für den regenerativen Tourismus besonders relevant sind. Zudem werden konkrete Ansatzpunkte für die Produktentwicklung und das Marketing abgeleitet.
