REAKT-ISA

Entwicklung eines intelligenten Sicherheits- und Assistenzsystems für Fahrgäste in autonomen Nahverkehrszügen

Das NIT arbeitet mit der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Kiel (HSW Kiel) und der Technischen Universität Hamburg (TUHH) an der Entwicklung und Erprobung eines intelligenten Sicherheits- und Assistenzsystems (kurz ISA) für Fahrgäste in autonomen Nahverkehrszügen. Das vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) im Rahmen des DATIpilot-Programms geförderte Projekt unter dem Dach der REAKT-DATI Innovationscommunity ist zum 1. Mai 2026 gestartet und läuft bis Ende Oktober 2027.

Ziel ist die frühzeitige Erkennung sicherheitskritischer Situationen und eine vertrauenswürdige, nutzerorientierte Begleitung im Regelbetrieb, die in Echtzeit auf kritische Ereignisse reagiert, beruhigt, deeskaliert oder touristische Informationen bereitstellt.

Das System kombiniert dabei zwei Komponenten: (1) eine KI-gestützte Situationserkennung auf Basis von Kameras und (2) eine auf Large Language Models (LLMs) basierende Sprachschnittstelle, die in Echtzeit eine Lagebewertung durchführen und darauf reagieren kann.

Bis Oktober 2027 erhalten die Projektpartner rund 455.000 EUR, um die technischen Komponenten zu entwickeln, zu integrieren und in realitätsnahen Tests zu erproben sowie aus Nutzersicht zu bewerten. Die Projektleitung hat die HAW Kiel übernommen.

Das NIT ist im Rahmen des Projektes für die Ermittlung der Anforderungen und Bedürfnisse der späteren Nutzer*innen autonomer Schienenverkehrsfahrzeuge (Expertengespräche und Fokusgruppen) sowie für die Sammlung und Weitergabe touristisch relevanter Informationen an der 17 km langen Strecke des Reallabors in Schleswig-Holstein zwischen Malente und Lütjenburg verantwortlich. Darüber hinaus obliegt dem NIT die Aufgabe, bei der Erprobung des Systems Feedback der eingeladenen Einheimischen und Touristen einzuholen.