
Barrierefreiheit ist längst nicht mehr ausschließlich ein Thema für Menschen mit Behinderungen. Sie betrifft eine wachsende Zahl von Reisenden – darunter ältere Menschen, Familien mit Kleinkindern sowie Personen mit temporären oder dauerhaften Einschränkungen. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels gewinnt das Thema für den Tourismus zunehmend an wirtschaftlicher Bedeutung. Das Gutachten wurde im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein, Kiel, im Anschluss an ein Wettbewerbsverfahren im Dezember 2025 erstellt und ist seit September 2026 fertig.
Es untersucht erstmals für Schleswig-Holstein und andere Flächenbundesländer die Marktpotenziale und die ökonomischen Wirkungen des barrierefreien Tourismus und leitet daraus Handlungsempfehlungen für Politik, Destinationen und touristische Leistungsträger im Land ab. Grundlage der Arbeiten sind u. a. Daten der Reiseanalyse der FUR, Primärerhebungen in den Destinationen des Landes, Einsatz von Testkund*innen mit unterschiedlichen Einschränkungen des Sehens, Hörens und der Mobilität sowie Berechnungen der ökonomischen Wirkungen der Urlaubsreisen, Kurzurlaubsreisen und Tagesreisen der betroffenen Zielgruppen des barrierefreien Tourismus und einiges mehr.
Ansprechpersonen:
Kai Ziesemer
Berit Weiß
Laura Tiede
Rieka Oldsen